Geraffel Ein aktuelles Sammelsurium tagtäglichen Geraffels

7Okt/110

Die Takschita – orientalische Mode

Herkunft und Beschreibung
Takschita ist die orientalische Modebekleidung nordafrikanischer Frauen, speziell aus Marokko oder Ägypten. Die Trachten sind ähnlich einer Tunika, weitärmelig geschnitten, tailliert und bodenlang. Die Stoffe sind aus edlem Garn gewebt und mit Verzierungen und Ornamenten bestückt. Anders wie bei einem indischen Sari, der gewickelt wird, wird der Stoff einer Takschita geschneidert und vernäht. Die meist klassisch geschnittenen Zweiteiler, bestehend aus einem Rock und einem Oberteil und werden in der Taille mit einem breiten Gürtel geschnürt. Andere Variationen sind als Einteiler gedacht, die als Robe über ein sichtbares Unterkleid geschwungen werden.
Bekannt wurden Takshita durch den orientalischen Einfluss, aus Indien über Ägypten und Marokko hergelangend. Zuerst etablierten sich Modetrends im Schnitt der Tunika, gefolgt von Saris, die der Einfachheit halber hier zu Lande weniger gewickelt, sondern genäht sind. Besonders die Movies der Bollywood Tanzfilme trugen dazu bei, dass sich der Modetrend hier einfühlte. Es sind unter Anderem die Tanzformationen wie der Bauchtanz, die erotischen Modeschnitte und bunte Vielfalt an Farben, Variationen und Stoffromantik, die auch hier zur Faszination beisteuern.

Modische Varianten
Die Takschita besteht in den meisten Fällen aus einem einfarbigen Grundstoff. Vom Schnitt variieren sie nur im Detail, die Grundform der Ärmel mit dem weiten Auslauf zum Handgelenk, der fast extrem breite Gürtel und der vorne geteilte Rock bleiben aus Tradition immer ähnlich. Als Farben sind grundsätzlich alle erlaubt, Hauptsache bunt und strahlend. Die Umrandungen bestehen zu meist aus goldfarbenen Einfassungen mit schmucken Mustern. Stilistisch sind die Ornamente passend wie ein Gesamtbild zueinander geordnet als würden sie eine Geschichte erzählen. Die meist miteinander kombinierten Stoffe bestehen aus Organza, Seide, Spitze und Satin.

Der Trend führt derzeit zur pompösen Faszination in 3D Optik. Hier werden an den Ärmeln mehrere übereinanderlappende, meist aus feiner Spitze geklöppelte Stoffe versendet, die sich spielerisch um das Handgelenk legen. Dabei ist die Weite in asymmetrischer Glockenform gehalten und ragt zum Boden. Das Oberteil in Zweiteiler Optik betont den Busen, der durch den breiten Gürtel in der Taille zusätzlich gehoben wird. Der Rock etabliert sich in zwei verschiedene Versionen, zum einen eng über die Hüften und an den Knien dann weit auslaufend, oder locker an den Hüften und verspielt weit bis zum Boden. Ganz besondere Modelle verfügen über eine Schleppe.

Es ist kaum eine Braut schöner anzusehen, als in einer Takschita. In einem dezenten Creme, schlank geschnittenen Brautkleid im Stil der Takschita, verleiht man dem Gesamtbild der Hochzeit etwas orientalisch, romantisches. Die Seide mit zarter Spitze umrahmt, der Stoff mit goldenen Ornamenten bestickt, ist die ganz besondere und einmalig andere Robe am schönsten Tag im Leben einer Frau. Ein Brautkleid im Takschita Stil, mit zartem Schleier und Schleppe versehen, ergibt ein wahrhaft sinnliches Erinnerungsbild, das mit dem Bildnis Marias verglichen werden kann, anmutig, zart und elfenhaft. Takschitas als Sonderanfertigung maßgeschneidert, unterstreichen die Individualität der Frau. Der Modetrend insgesamt hingegen, wird sich in einer einfacheren Variation durchsetzen, so dass er auch alltäglich getragen werden kann. Allerdings wird das festliche Gewand zum besonderen Anlass immer pompös und einmalig bleiben.

veröffentlicht unter: Allgemein Kommentar schreiben
Kommentare (0) Trackbacks (0)

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.


Leave a comment

(required)

Noch keine Trackbacks.